Telerehabilitation als Reha-Nachsorge der Zukunft

Seit 2009 hat das Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung an der Universität Ulm (IFR Ulm), welches zu einem der größten Rehabilitationsmedizinischen Forschungszentren in Deutschland zählt, seinen Sitz am Gesundheitszentrum Federsee. Der Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie der Federseeklinik, Prof. Dr. Gert Krischak ist zeitgleich Leiter des IFR Ulm und untersucht mit seinem Team Möglichkeiten zur Gestaltung und Verbesserung des Rehabilitationssystems.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Instituts liegt in der wissenschaftlichen Begleitung der Entwicklung von Assistenzsystemen innerhalb der Rehabilitationsmaßnahme, wie z.B. robotergestützte Bewegungsschienen. Darüber hinaus werden Studien erarbeitet, welche die Wirksamkeit der medizinischen Rehabilitation belegen, sowie ihre Bedeutsamkeit und ihren Erfolg unterstreichen und eine Grundlage für die Erstellung von neuen Konzepten stellen.

Die Erforschung der Wirksamkeit von medizinischer Reha sieht Krischak als Hauptaufgabe der Rehaforschung der Zukunft. Gerade die Ergebnisqualität wird an Relevanz zunehmen, sodass dem kontinuierlichen Ausbau von Datensatzanalysen eine hohe Bedeutung zukommen wird. „Besonders die Telerehabilitation, eine Reha-Nachsorge unter Einbeziehung von neuen Medien, sehe ich als spannendes und innovatives Feld der kommenden Jahre“, so Krischak. Der Einsatz von Telerehabilitationssystemen soll die ärztlichen und therapeutischen Behandlungsprozesse ergänzen und erweitern. Darunter fallen zum Beispiel mobile Systeme auf der Basis von Bewegungsdaten, welche den Therapiefortschritt dokumentieren oder auch Online-Patientenportale.

Als Zustifter profitiert das Gesundheitszentrum Federsee von den vielfältigen Erfahrungen und Kenntnissen der StiftungsmitarbeiterInnen auf dem Gebiet der Forschung in Rehabilitation und Prävention, welche praxisnah eingesetzt werden können.